Startbahn | Evangelischer Kirchenkreis Neukölln

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Startbahn

„Startbahn- Ein Projekt hebt ab

Mit dem 1. Januar 2021 startete im Kirchenkreis Neukölln ein neues Projekt: „Startbahn. In unmittelbarer Nähe des ehemaligen Flughafens am Tempelhofer Feld entsteht ein Freiraum, an dem sich Menschen zusammenfinden, um geistlich neu aufzubrechen. Ein Raum, um zu experimentieren und innovative Formate von Kirche auszuprobieren. „Hier soll gestärkt werden, was der Seele gut tut, sagt Superintendent Dr. Christian Nottmeier.

Dazu will der Kirchenkreis Neukölln gemeinsam mit der neufusionierten Martin-Luther-Genezareth-Gemeinde die Genezarethkirche am Herrfurthplatz weiterentwickeln. Mit ihrem Interkulturellen Zentrum ist sie bereits jetzt gut vernetzt. Und sie liegt mitten im Nordneuköllner Schillerkiez – laut der britischen Zeitung „The Guardian“ einer der zehn angesagtesten Orte Europas. Die Gegend um die Genezarethkirche verändert sich in den letzten Jahren: Familien, Studenten, junge Erwachsene ziehen hierher. Menschen aus aller Welt, die eine Heimat suchen.

An sie richtet sich das Projekt „Startbahn“ mit seinen Angeboten. Geplant sind z. B. Tageszeitengebete, christliche Meditation, neue geistliche Angebote auch in digitaler Form. Daran werden sich Lioba Diez und Anja Siebert-Bright von „Spirit and Soul“ ebenso beteiligen wie Theresa Brückner (@theresaliebt), Pfarrerin im digitalen Raum aus dem Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg und gemeinsam mit Alexander Höner für die Arbeitstelle "Theologie der Stadt" mit dabei. Das Café „Terz“ öffnet hier seine Türen. Es wird Co-Working-Spaces geben – und ein „Segensbüro, das Menschen, die bisher kaum Kontakt zu Kirche und Gemeinde haben, individuelle Möglichkeiten christlicher Begleitung bei Segensfeiern wie Taufen oder Trauungen aufzeigt und vermittelt. Vermitteln zwischen denen, die den Segen suchen und denen, die ihn spenden: das ist die Aufgabe von Pfarrerin Jasmin El-Manhy, Geschäftsleitung der „Starbahn“ und Pfarrerin im „Segensbüro“ und Tilman Reger, ebenfalls Pfarrer im „Segensbüro“.

Getragen wird das Projekt vom Kirchenkreis Neukölln gemeinsam mit dem Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg. Beteiligt sind der Kirchenkreis Stadtmitte, das Diakoniewerk Simeon, die Arbeitsstelle „Theologie der Stadt“ und von „Spirit and Soul, dem Projekt für engagierte Spiritualität im Kirchenkreis Neukölln. Finanziell unterstützen der Verein „Andere Zeiten“ und der Innovationsfonds der EKBO das Projekt.

Mit dabei:
 

Jasmin El-Manhy, Pfarrerin im „Segensbüro“ und Geschäftsführung „Startbahn

„Mit dem Segen so großzügig zu sein wie möglich und so sichtbar, dass uns die Menschen leicht auch im digitalen Raum finden, wird die Aufgabe des „Segensbüros“ sein. Das Projekt „Startbahn“ will anfangen und nicht fertig werden. Wie können wir beweglich bleiben an einem Ort, der ein Dach hat? Was brauchen wir an diesem Ort, um miteinander unseren Glauben zu leben in noch nicht erprobten Formen? Wie können die teilhaben, die nicht vor Ort sind? Erfahrungen und Verbindung mit und zu den Suchenden sind der Anfang.“
 

Tilman Reger, Pfarrer im „Segensbüro

Menschen erleben Glück, sie finden sich und lieben sich, Kinder werden geboren. Da will die Seele feiern. Viele Menschen haben keinen Zugang zu einer Kirchengemeinde. Für sie ist das Segensbüro da. Wir vermitteln passende Pfarrerinnen und Pfarrer. Und wir sind auch selber da, fragen: „Was braucht ihr?“ – und begleiten Menschen an wichtigen Stationen ihres Lebens mit dem Segen.
 

Marion Timm, Geschäftsführerin des Diakoniewerkes Simeon

„Wir wollen hier ein neues Miteinander ausprobieren. Mit dem Café Terz bieten wir eine niedrigschwellige Anlaufstelle, einen Treffpunkt und einen Begegnungsort mit spiritueller Dimension. Als Diakoniewerk Simeon werden wir von hier aus mit sozialen Angeboten, wie z. B. den Stadtteilmüttern, in den Sozialraum hineinwirken. Auch unser Armutsbeauftragter wird hier sein Büro haben. Das wird ein dritter Ort, kein Raumschiff, sondern ein Raum, wo wir alle miteinander verbunden sind.
 

Theresa Brückner, Pfarrerin für Kirche im digitalen Raum, Arbeitsstelle Theologie der Stadt, Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg

Die Kommunikationsmuster haben sich in den letzten zehn Jahren grundlegend verändert. Wenn die Menschen mit der Kirche in Kontakt treten wollen, dann möchten sie das auf einem einfachen, guten und leichten Weg tun. Social Media bietet das auf ganz wunderbare Weise. Und genau das wollen wir an diesem dritten Ort umsetzen. Hier sollen analoge Veranstaltungen stattfinden und digitale. Wir wollen das miteinander vermischen, also Hybrides ausprobieren, um mit den Menschen darüber ins Gespräch zu kommen, was sie sich wünschen: für ihre Spiritualität, ihren Glauben und ihren Kiez hier vor Ort.
 

Lioba Diez, Pfarrerin im Projekt „Spirit and Soul

Wir werden hier nach der Philosophie des Lean-Start-up vorgehen: einfach anfangen, testen, mit den Nutzerinnen und Nutzern zusammen Angebote entwickeln, Feedback ernstnehmen – und Scheitern eingestehen. Und wahrscheinlich werden wir Sachen entwickeln, von denen wir heute noch nicht mal träumen. Unser Anliegen ist es, die spirituelle Sehnsucht der Menschen aufzunehmen und ein Freiraum zu sein für alle, die Neues ausprobieren möchten in der Kirche. Auf moderne Weise wollen wir die Schätze des Glaubens zum Strahlen bringen und so als Kirche anziehend sein. Damit die Menschen bei der Kirche bleiben und neue dazukommen.

Kontakt zur „Startbahn“:

Jasmin El-Manhy, Geschäftsführung | jasmin.el-manhy@gemeinsam.ekbo.de | Mobil: 0163 863 7553