Startbahn | Evangelischer Kirchenkreis Neukölln

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Startbahn

„Startbahn- Ein Projekt hebt ab

In und um die Genezarethkirche am Herrfurthplatz, in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Flughafens am Tempelhofer Feld, gibt es seit Anfang 2021 einen Freiraum, an dem sich Menschen zusammenfinden, um geistlich neu aufzubrechen.  Das ProjektStartbahn ist ein Experimentierfeld für neue Formen von Kirche, für Spiritualität, Kunst und Politik. Dazu gehören u. a. das Berliner Segensbüro, das Projekt für engagierte Spiritualität „Spirit&Soul“ und die Kulturprojekte und Künstlerresidenzen von „pio_near“. „Hier soll gestärkt werden, was der Seele gut tut, sagt Superintendent Dr. Christian Nottmeier.

Dazu hat der Kirchenkreis Neukölln gemeinsam mit Kooperationspartnern die Genezarethkirche am Herrfurthplatz weiterentwickelt. Mit ihrem Interkulturellen Zentrum ist sie schon lange gut vernetzt. Und sie liegt mitten im Nordneuköllner Schillerkiez – laut der britischen Zeitung „The Guardian“ einer der zehn angesagtesten Orte Europas. Die Gegend um die Genezarethkirche hat sich in den letzten Jahren verändert: Familien, Studenten, junge Erwachsene sind hierher gezogen. Menschen aus aller Welt, die eine Heimat suchen.

An sie richtet sich das Projekt „Startbahn“ mit seinen Angeboten wie Tageszeitengebete, christliche Meditation, neue geistliche Angebote auch in digitaler Form. So bieten z. B. die Neuköllner Pfarrerinnen Lioba Diez und Anja Siebert-Bright von „Spirit & Soul“ Meditationen und Entdeckungswege zu existentiellen Fragen an. An ihren Politischen Nachtgebeten für Klimaschutz und Flüchtlingshilfe nehmen seit der Coronakrise und auch danach online hunderte, vor allem junge Menschen, teil. Die Künstlerinnen Ulrike Flämig und Julia Bihl von „pio_near“ stellen Neuköllner Kulturschaffenden die Kirche als temporäre Künstlerresidenz und Probemöglichkeit zur Verfügung. Daraus gehen künstlerische Produktionen hervor - wie z.B. performative Reihe beim Festival „48 Stunden Neukölln“.

Zentraler Bestandteil der Startbahn ist das Berliner Segensbüro.  Menschen, die sich für eine wichtige Wegmarke in ihrem Leben christliche Begleitung wünschen, finden hier eine Anlaufstelle. Das Segensbüro berät und begleitet  Menschen, die in Berlin heiraten, ihr Kind taufen möchten, eine individuelle Bestattung planen oder einen persönlichen Segenswunsch haben und vermittelt ihnen passende Orte.

Mit dem Projekt Startbahn wurde die Genezarethkirche für den Kiez geöffnet. Dazu wurde der Kirchraum umgestaltet: Statt klassischer Kirchenbänke laden jetzt ein großer Teppich und Kissen ein, die Kirche auch als Meditations- und Aufenthaltsraum zu nutzen. Die Kirchenemporen sind bunt gestrichen. Liegestühle unter Palmen bieten dort Ruheflächen.  Wechselnde Kunstwerke an der Fassade und im Glasfoyer der Kirche machen neugierig auf das Gebäude. Im Seitenfoyer der Kirche bietet das Restaurant-Café Terz regionale und saisonale Speisen an und ist mit einer kleinen Bühne Ort für Lesungen und Konzerte.

Zum Team der Startbahn gehören:

Pfarrerin Anja Siebert-Bright (Geschäftsführung/Theologische Leitung)
Pfarrer Moritz Kulenkampff (Geschäftsführung/Theologische Leitung)
Nehemia Turban (Projektleitung - Booking & Events)
Felix von Ploetz (Projektleitung - Kirchliche Events)

Träger des Projektes Startbahn ist der Evangelische Kirchenkreis Neukölln in Zusammenarbeit mit den Kirchenkreisen Stadtmitte und Tempelhof-Schöneberg.  Das Projekt wird gefördert von Andere Zeiten e.V. und dem Fonds „Dritte Orte“ der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Die Akteure Segensbüro, Spirit & Soul, pio_near, “Theologie der Stadt” und das Diakoniewerk Simeon entwickeln und bespielen den Ort. Sie kooperieren dabei mit dem Café Terz, der Martin-Luther-Genezareth-Gemeinde, dem Interkulturellen Zentrum Genezareth und weiteren Initiativen, Künstler_innen & Aktivist_innen aus Neukölln & darüber hinaus.

Mehr Infos: https://startbahn.berlin/