Ich will verstehen.“

Der evangelische Religionsunterricht am Hannah-Arendt-Gymnasium wird seit einiger Zeit in Kooperation mit dem Fach Ethik gestaltet, was im Übrigen auch für den katholischen RU gilt. Sinnvoll scheint dies allemal, da es naturgemäß eine große Zahl von Schnittstellen zwischen beiden Fächergruppen gibt, so dass es bereits vor dieser Kooperation immer wieder auch zu projektgebundenen punktuellen gemeinsamen Unterrichtsaktivitäten kam.

Für eine Erkundung der Weltreligionen – und hier ganz besonders mit dem Fokus auf die drei „abrahamitischen“ Religionen Judentum, Christentum und Islam – leuchtet das unmittelbar ein und hat den großen Vorteil, dass sich Unterrichtsteilnehmer mit den unterschiedlichsten Verankerungen in den verschiedenen Traditionen über den Kontakt mit dem jeweils für sie „Fremden“ des je Eigenen umso klarer bewusst werden können. Darüber hinaus wird es so möglich, die gerade heute so wichtige Erfahrung zu machen, dass im zunächst fremd wirkenden bei näherer Kenntnis dann schließlich das Vertraute aufscheint: wir alle schöpfen eben doch aus derselben Quelle. So handelt es sich hier allemal um das, was man gut neudeutsch eine Win-win-Situation für alle Teilnehmenden nennen kann.

Auch in anderen Themenbereichen erweist sich die Kooperation als überaus sinnvoll – denken wir nur an die wichtigen Fragen

  • Gerechtigkeit

  • Umgang mit Schwachen

  • Umgang mit Konflikten einerseits im großen gesellschaftlichen Kontext, andererseits im privaten oder halbprivaten, d.h. schulischen Umfeld

  • nach der Sinnhaftigkeit von Regeln

  • die Verankerung von Regeln in unterschiedlichen Traditionen: in wieweit können diese Regeln in unserer modernen, sich rasant verändernder Welt noch Gültigkeit beanspruchen ...

Die Liste ließe sich fast ins Unendliche fortsetzen, wo wir dann, letztlich, auch bei den allgemein-menschlich großen Fragen nach der Endlichkeit allen Seins und dem Ob oder Ob-nicht eines Davor, Danach, Darüber-Hinaus ankämen …

Diesen Dingen nähern wir uns in unterschiedlichen Herangehensweisen:

  • im Gespräch

  • über Lektüren

  • über visuelle Medien

  • über Exkursionen

Das Motto unserer Schule, ein Ausspruch von Hannah Arendt, dient uns als Richtschnur:

Ich will verstehen.“

Weitere Informationen und Kontaktdaten auf der Homepage der Schule