"Ich finde den Gedanken beruhigend, dass die Worte, die Jesus Christus selbst gesprochen hat, in allen Sprachen und an allen Orten der Welt auch heute noch gesprochen werden. Immer, in jedem Augenblick, wird gerade irgendwo das Vaterunser gebetet." - so schreibt die Berliner Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein in einem Brief an alle Berliner Christinnen und Christen über das älteste Gebet des Christentums.

"Und der Chor der Betenden verstummt nie. Wann immer wir wollen, können wir dazugehören. Das gibt mir die Gewissheit, dass ich von dieser Gemeinschaft gehalten werde. Im Gebet kann ich mich Gott anvertrauen, ich kann danken oder klagen. Wenn ich bete, wird mir klar: Es gibt mehr als mich, meine Sorgen und meine Ängste."

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.