Der Begriff Segnen kommt aus dem hebräischen ba-rakh und bedeutet: mit heilvoller Kraft begaben. Mit dem Segen gibt man  einem Menschen den Zuspruch Gottes mit. Manchen Menschen spüren den Segen als Schutz oder Ermutigung, andere erfoffen sich Glück.  Ein Segnen schließt das eigene Zutun nicht aus, aber er macht deutlich: Ich habe nicht alles in meiner Hand. Gesegnete Menschen erfahren, dass es Größeres gibt, als die eigenen Anstrengungen.

"Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dich und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden" - Gesegnet wird in einem Gottesdienst, aber nicht nur da. Segnen können alle, die Gottes Beistand herbeisehnen.

An vielen wichtigen Lebensstationen werden Menschen gesegnet: Der Konfirmationsspruch gilt als der von Gott zugesagte Segen und kann die Konfirmanden - ähnlich wie der Taufspruch - als eine Art Lebensmotto begleiten. Mit der Trauung bittet ein Paar um Gottes Segen für die Beziehung. Auch der Sterbende oder Verstorbenen kann in einer Andacht gesegnet werden. Man bezeichnet das als Aussegnung.