Sonntag, 29. März 2020, 17:00 Uhr

(Foto: C. Askin)

Es bedarf keines speziellen religiösen Empfindens, um von den Biblischen Berichten der Passion (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) eingenommen und erschüttert zu werden. Nahezu alle Facetten menschlichen Handelns und Fühlens zeigen sich hier im Wechsel der Dialoge zwischen den Protagonisten und den aufgebrachten Volksmassen.Wir  begegnen dem nüchternen Bericht, nehmen Anteil an Trauer und Feigheit, erleben Scham und Verzweiflung bis hin zu schuldhafter Verstrickung, politischem Kalkül, Denunziation,Todesurteil und dessen Vollstreckung. In den zahlreichen uns überlieferten Passions-Vertonungen wird die Leidensgeschichte Jesu meist ergänzt mit empfindsam-beseelten oder vitalen Arien und innig-reflektierenden bis kraftvoll-bekennenden Chorälen.   Die Rixdorfer Kantorei, unterstützt vom Barockorchester Concertino Berlin und Solisten, bringt diesen dramatischen Stoff aus der Perspektive des Evangelisten Johannes in einer der bekanntesten und eindrücklichsten Vertonung zur Aufführung, jener von Johann Sebastian Bach. 

Dem Chor kommt hierin eine tragende Rolle zu; neben Eingangs- und Schlusschor, 11 Chorälen und zwei Arien übernimmt er in 14 Turbasätzen (lat. turba: „Schar“, „Pöbel“) die Rolle der Masse, aufgebracht, geifernd, zynisch und spottend – musikalisch enorm exaltiert und äußerst anspruchsvoll für Chorsänger*innen.

Mitwirkende
Rixdorfer Kantorei; Amrei R. Beuerle, Sopran; Dorothe Ingenfeld, Alt; Laurin Oppermann, Tenor; Sebastian Bluth, Bariton ; Pierre Chastel, Bass ; Orchester Concertino Berlin auf historischen Instrumenten; Leitung: Anke Meyer
Ort
Magdalenenkirche, Karl-Marx-Straße 201, 12055 Berlin, Deutschland
Preis
16 € (VVK 15) / erm. 12 € (VVK 10) / Berlinpass: 3 €