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Samstag, 14. September 2019, 20:00 Uhr

Die Romantik ist eine kulturgeschichtliche Epoche, die sich vom Ende des 18. Jahrhunderts bis weit in das 19. Jahrhundert hinein verorten lässt.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden vielerorts Gesangsvereine gegründet, man traf sich zum geselligen Musizieren ohne Publikum, im Vereinslokal, am Stammtisch oder bei einer Landpartie. Im Zuge dieser Entwicklung wurde das Volkslied wiederentdeckt. Schriftsteller und Musiker sahen in ihm das Ideal von Einfachheit und Ursprünglichkeit. Dichter der Romantik sammelten überliefertes Volksgut und schufen Neudichtungen im „Volkston“. So wurde beispielsweise „Des Knaben Wunderhorn“ (alte deutsche Lieder von Clemens Brentano und Achim von Armin 1805 bis 1808 herausgegeben) eine wichtige Quelle für die Vokalmusik der kommenden Jahrzehnte. Aber auch zeitgenössische Lyrik wurde von den Komponisten des 19. Jahrhunderts vertont. Dichtung und Musik verschmolzen derart, dass wir heute viele Verse nur in Verbindung mit einer Melodie kennen, wie z. B. das Heidenröslein von Johann Wolfgang von Goethe.

Die Themen der vertonten Lyrik von Goethe, Heine, Chamisso, Eichendorff u. a.  sind vielfältig: fröhlicher Minnesang, übermütige Jagd, rastlose Wanderschaft, idyllische Naturbeschreibungen und Märchenszenen. Doch überwiegen die leisen Töne der Wehmut und der Sehnsucht, Gesänge von Verlust und Schmerz. Und immer wieder dient die Natur dabei als Bild für persönliche Empfindungen.

Der Madrigalchor Kreuzberg gründete sich 1985 unter Leitung von Siegfried Rath aus ambitionierten ehemaligen Schülern des Leibniz-Gymnasiums in Berlin. Mittlerweile ist der Chor fester Bestandteil der Musikschule Paul Hindemith in Neukölln und singt unter Leitung von Thorsten Hansen eine breit gefächerte Literaturauswahl von a capella Stücken bis hin zu Chorsinfonischen Werken.

Mitwirkende
Madrigalchor Kreuzberg, Leitung: Thorsten Hansen
Ort
Nikodemus-Kirche, Nansenstraße 12, 12047 Berlin, Deutschland
Preis
Karten: 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, Berlin Pass 3 Euro