Veröffentlicht am Fr., 19. Jul. 2019 09:00 Uhr

Am Tag seiner Beschneidung geben Maria und Josef ihm den Namen Jesus. Der Name „Christus“ kam erst nach seiner Auferstehung dazu.

Christus ist die griechische Bezeichnung für den „Gesalbten“ (hebräisch: Messias). Das Bekenntnis zu Christus ist das Bekenntnis zum Auferstandenen und dazu, dass Gott in Jesus Mensch geworden und Gott geblieben ist.

Das Bekenntnis zu Christus meint: Dies ist der Messias, den Gott zur Rettung Israels und der Welt geschickt hat. Dieses Bekenntnis haben nicht alle Juden mitgesprochen, weil der Messias – nach der Botschaft der Propheten - das Ende von Krieg und Elend und die Erlösung der Welt bringen sollte.

Das Bekenntnis zu Christus ist exklusiv: Wer sich zu Christus bekennt, löst sich von anderen Bekenntnissen – auch von dem jüdischen Bekenntnis zu Gott, obwohl der Gott Israels nach Jesu Worten sein Vater und sein Gott ist.

 „Ja, ich glaube, dass du der Christus bist“ – so lautet immer wieder das Bekenntnis in den Erzählungen im Neuen Testament. Christus steht für die Menschwerdung Gottes. Wir Christen bekennen uns zu dem Jesus, der gekreuzigt wurde und auferstanden ist, der Gottes Sohn ist und in dem Gott Mensch geworden ist.

Jesus war Jude. Dass nach seiner Auferstehung eine neue Religion – das Christentum – entstanden ist, heißt nicht, dass das Christentum die „Erfüllung“ jüdischer Verheißungen  ist. Die Verheißungen Gottes an sein Volk sind nach wie vor gültig. Doch durch Christus sind die Nichtjuden, die sich zu Christus bekennen, in diese Verheißung hineingenommen.

Viola Kennert, ehemalige Superintendentin des Kirchenkreises Neukölln

(Foto: pixabay.com)


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