Veröffentlicht am Fr., 19. Jul. 2019 10:12 Uhr

Die Bibel ist das Heilige Buch der Christen. Sie besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil ist die Hebräische Bibel, die von jüdischen Menschen Tanach genannt wird. Wir Christen nennen diesen Teil das Alte Testament und haben die Anordnung der Texte verändert.

Der zweite Teil ist das sehr viel dünnere Neue Testament. Es wurde der Hebräischen Bibel von den Gemeinden hinzugefügt, die sich um Jesus sammelten. Das neue Testament besteht aus den vier Evangelien, die die Geschichte Jesu erzählen, außerdem aus der Apostelgeschichte und aus den Briefen, die von oder an die ersten Gemeinden geschrieben wurden. Diese Schriften nehmen Bezug auf die Hebräische Bibel und setzen sie selbstverständlich voraus.

Die Bibel spiegelt eine weite historische Zeitspanne, die von etwa1000 Jahren vor Christus bis etwa 200 Jahren nach Christus.

Mit großer Gelassenheit werden viele verschiedene Stimmen nebeneinander gestellt, ohne Widersprüche zu glätten. Das ist erstaunlich für ein Heiliges Buch.

Menschen erzählen von ihren Erfahrungen mit Gott, von ihren Gedanken über Gott, von ihren Erlebnissen. Sie erzählen Menschheits-Geschichte, und machen deutlich, dass es für sie die Geschichte Gottes mit den Menschen ist.

Sie erzählen von Wundern und von Propheten; sie sammeln Lieder und Gebete. Sie erzählen von Leben und Tod, von Liebe und Hass, von Politik und Krieg, von Intrigen und Versöhnung, von Vertrauen und Hoffnung. Und immer wieder von Familien – in unterschiedlichen Konstellationen und Situationen.

Was sie erzählen kann nüchtern und knapp klingen. Es kann wunderbar poetisch sein oder trocken und langwierig. Ihre Beschreibungen können drastisch sein, ihr Jubel überschwänglich.

Und es gibt eine große Melodie, die in alledem mitklingt: Gottes Liebe. Von ihr erfahren wir, wenn wir in der Bibel blättern und suchen.

Anna Nguyen-Huu, Pfarrerin in der Dorfkirchengemeinde Britz

(Foto: BettinaF / pixelio.de)


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